Präsentation

In welchem Maße und in welcher Weise ist literarische und wissenschaftliche Originalität durch die Rezeption anderer Schriften bedingt? Wie haben Gelehrte andere Gelehrte gelesen? Und was findet sich davon wiederum in ihren eigenen Werken? Wie wird gelehrtes Wissen in nicht-schriftlichen Medien wie etwa in Werken der bildenden Kunst verarbeitet? Fragen wie diese sollen am Lehrstuhl für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer verfolgt werden, um insbesondere den Transfer von Wissen in der Kunsttheorie und Ästhetik von der frühen Neuzeit bis in die Moderne nachzuvollziehen.
Der Lehrstuhl für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer ist im Jahr 2015 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die Humboldt-Professorin Elisabeth Décultot eingerichtet worden. Angesiedelt ist die von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung geförderte Professur am Germanistischen Institut sowie am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA). Auf dieser Website sollen die an der Humboldt-Professur durchgeführten Forschungsprojekte sowie die in diesem Rahmen arbeitenden Mitarbeiter vorgestellt werden.

Aktuelles

Stellenausschreibung

Das Leben und die Schriften des Jakobiners Georg Forster (1754–1794) dürfen als gut erforscht gelten. Anders steht es um den Vater, Johann Reinhold (1729–1798). Werk und Wirken dieser Figur führen von den entferntesten Weltregionen der zweiten Cook’schen Weltumsegelung über die Großstadt London hinein in den mitteldeutschen Raum, insbesondere zum Dessau-Wörlitzer Gartenreich und in die Universitätsstadt Halle, wo Johann ReinholdForster ab 1779 als Professor für Naturkunde und Mineralogie tätig war und auch begraben liegt. Johann Reinhold Forster hat in der Region bedeutende Spuren hinterlassen – u.a. in den naturwissenschaftlichen Sammlungen der Universität Halle.

Ziel des mit der vorliegenden Stellenausschreibung verbundenen Projektes ist es, das fruchtbare und spannungsreiche Verhältnis zwischen diesen verschiedenen geographischen Räumen und epistemischen Dimensionen zu erkunden und hiermit den Aufklärungsbegriff in seiner regionalen, nationalen, europäischen und außereuropäischen Dimension zu befragen.

(zur  Ausschreibung)

 

Katalog zur Ausstellung Johann Joachim Winckelmann. Moderne Antike (Weimar, 7. April-2. Juli 2017)

Zur Person

Informationen zu Prof. Dr. Elisabeth Décultot
Seite von Prof. Dr. Décultot im Germanistischen Institut der Universität
Website mit Informationen zu den Alexander von Humboldt-Professuren der Humboldt-Stiftung 

Aktuelle Veranstaltungen