Workshop

Digitale Perspektiven für die Erforschung des 18. Jahrhunderts

6. Dezember 2017
Halle (IZEA, Thomasius-Zimmer)

Workshop_Digitale_Perspektiven_Poster[1]

Im Zuge des medialen Paradigmenwechsels sieht sich die geisteswissenschaftliche Forschung zum 18. Jahrhundert mit neuen Fragestellungen, Methoden und Möglichkeiten konfrontiert. Obwohl häufig (noch) die analogen, print-basierten Publikations- und Editionsformen dominieren, ist der Einfluss digitaler Techniken, Methoden und Werkzeuge auf den wissenschaftlichen Alltag sowie auf Forschungsaktivitäten und -umgebungen in vielfältiger und weitreichender Hinsicht spürbar. Zugänge zu gigantischen Mengen an Informationen implizieren nicht nur neue Formen der Such-, Sortier- und Präsentationsmöglichkeiten, sondern wirken sich auch unmittelbar auf die Forschungsfragen aus, die an das digital aufbereitete Material gestellt werden. Gebiete wie die Editionswissenschaft, die Brief- und Zeitschriftenforschung oder die historische Netzwerkanalyse können einerseits nachhaltig von den Digital Humanities profitieren. Andererseits ist mit Web-basierten Darstellungs- und Analysemethoden auch die Herausforderung verbunden, neue Forschungsansätze und -komplexe zu entwickeln.

Der Workshop geht anhand einzelner Fallstudien den Chancen, Aufgaben und auch Problemen digitaler Arbeitsumgebungen für die Erforschung des 18. Jahrhunderts nach. Dabei sollen insbesondere mögliche Synergien zwischen bestandshaltenden Institutionen (Archiven, Bibliotheken), Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachrichtungen und Experten der Digital Humanities ausgelotet werden

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Programm

9:30 Begrüßung und Einführung
Elisabeth Décultot und Jana Kittelmann (MLU Halle-Wittenberg, IZEA)

10:00 Metadaten und Korpora. Ansätze zur computergestützten Erforschung des 18. Jahrhunderts
Gerhard Lauer (Universität Basel)

11:15 Neue Möglichkeiten der Darstellung von Wissen – Digitalisierung von Korrespondenzen als Herausforderung und Chance
Ursula Caflisch-Schnetzler (Universität Zürich, Edition Johann Caspar Lavater)

12:00 Überzeugung und Kooperation. 10 Jahre online-Publikation in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Jürgen Luh (Research Center Sanssouci Potsdam)

14:00 Briefnetzwerke digital – Ideen zur programmatischen Erschließung und Digitalisierung eines historischen Massenmediums“
Thomas Stäcker (ULB Darmstadt)

14:45 Perspektiven digitaler Briefnetzwerkforschung
Wolfgang Bunzel  (Freies Deutsches Hochstift Frankfurt am Main, Brentano-Arbeitsstelle)

16:00-17:00 Abschlussdiskussion

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Organisation: Alexander von Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer (Prof. Dr. Elisabeth Décultot, Dr. Jana Kittelmann)

Datum: 6. Dezember 2017, 9 Uhr 30 – 17 Uhr

Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), Franckeplatz 1, Haus 54, 06110 Halle (Saale)

Kontaktjana.kittelmann@izea.uni-halle.de