Projekt 3

Exzerpieren, Zitieren, Plagiieren

Das Projekt untersucht Transformationen des Lesens und Schreibens im Blick auf Praktiken des Exzerpierens, Zitierens und Plagiierens im Zeitraum von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart in gesamteuropäischer Perspektivierung. Dabei gilt dem 18. Jahrhundert als Übergangsepoche und Bindeglied zwischen humanistischer Tradition und Moderne besondere Aufmerksamkeit.

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Publikationen und Vorträge aus dem Projekt
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Präsentation

Lesen als Tätigkeit

Lesen, Exzerpieren und damit verknüpfte Praktiken wie das Zitieren und Plagiieren sind grundlegende Tätigkeiten schriftlicher Wissensproduktion und -zirkulation. Sie werden kultur-, epochen- und fachübergreifend geübt. Ihre unterschiedlichen Formen und Praktiken standen lange Zeit im Schatten historischer und philologischer Aufmerksamkeit. Vielfach wurden sie als selbstverständliche, weitgehend invariable Tätigkeiten aufgefasst. Mit der Digitalisierung, die das Sammeln, Speichern und Zirkulieren von Informationen mit neuen technischen Möglichkeiten verbindet, wächst in jüngster Zeit auch das Interesse, Wissens- und Literaturproduktionen hinsichtlich ihrer veränderlichen Praktiken und Techniken zu untersuchen.

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Vom Exzerpieren zum Schreiben

Ausgangspunkt der Untersuchungen ist das Exzerpt (Lateinisch: excerptum, Französisch: extrait, Englisch: excerpt oder extract, Italienisch: estratto). Zur Frage, was genau ein Exzerpt ist, wie exzerpiert wurde, Exzerpte gesammelt, geordnet und aufbewahrt wurden, wie sich das Verständnis des Exzerpts und die damit verbundenen Tätigkeiten historisch verändert haben, gibt es bislang nur wenige Untersuchungen (→ weiterführende Literatur). Seit der Renaissance wurden europäische Gelehrten angehalten, Sammlungen von Leseaufzeichnungen anzulegen. Die allzeit verfügbaren Repositorien konnten gelegentlich den Umfang handgeschriebener vielbändiger ‚Bibliotheken‘ annehmen. Sie dienten einerseits als Speicher für ausgewählte Auszüge, Zitate, Tropen oder Ideen. Andererseits wurden sie als Steinbrüche ausgewertet, denen sich Materialien für die Herstellung eigener Texte entnehmen ließen.

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Zwischen Lektürespeicher und Schreibfabrik

Für die Geschichte des Lesens und Schreibens erweisen sich solche Lektürespeicher – Exzerpthefte, Exzerptbücher, Zettelkästen (seit dem 18. Jahrhundert) und jüngere digitale Lektüre-Repositorien – als Quellen von außerordentlichem Wert. Über wenigstens zwei zentrale Aspekte der Textproduktion können sie genauere Aufschlüsse geben. Dokumentiert wird einerseits die Lesetätigkeit des Exzerpierenden: die Lektürespeicher belegen die Vertrautheit mit diesem oder jenem Autor, die Vorliebe für dieses oder jenes Buch und Fachgebiet. Doch beschränkt sich ihre Aussagekraft nicht darauf, Auskunft über gelesene Werke zu geben. Lektürespeicher sind auch Keimzellen der eigenen Schreibarbeit, erlauben Einblicke in die Werkstatt des Schreibenden. Ihnen lässt sich entnehmen, wie fremde in eigene Werke verarbeitet und dadurch verwandelt wurden.

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Fragestellungen

Vier Fragestellungen sind für die Untersuchungen der Praktiken des Exzerpierens im historischen Wandel leitend:

1/Wie haben sich die Modalitäten der exzerpierenden Lese- und Schreibmethode seit der Renaissance bis in die Gegenwart verändert? Welche historischen Kontexte bestimmten diesen Wandel? Eine wichtige Rolle spielt offensichtlich die Aufklärung, eine Epoche, in der die ‚ars excerpendi‘ einerseits als bloße Kopiertätigkeit einer scharfen Kritik unterzogen wird, andererseits aber weiterhin traditionelle (sowie neue) Formen der Wissensakquisition intensiv genutzt werden.

2/Um eine differenzierte Sicht auf die Geschichte des Exzerpierens sowie die europäische Kulturgeschichte des Lesens, Schreibens und der Text- und Wissenszirkulation zu gewinnen, wird die Geschichte des Exzerpts und des Exzerpierens auch im Blick auf verschiedene europäische Regionen und Sprachräumen vergleichend untersucht.

3/Auch wird der Frage nachgegangen, wie sich die Exzerpiertätigkeit auf die Schreibtätigkeit ausgewirkt hat. Wie genau hängen die historisch besonderen Formen und Praktiken des Lesens, Exzerpierens, der Lektüreverwaltung und Lektüreverarbeitung mit den historisch besonderen Formen und Praktiken des Schreibens zusammen?

4/Schließlich geht es auch darum, wie sich die Lektürepraktiken des Exzerpierens zu Kernbegriffen unseres modernen Literaturverständnisses (Autor, Original und Originalität, Nachahmung, Kopie, Erfindung, Plagiat) verhalten, sowie darum, warum und weshalb den Exzerpten und den Praktiken des Exzerpierens heute eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

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Publikationen und Vorträge aus dem Projekt

Publikationen

2017

E. Décultot und H. Zedelmaier (Hg.), Exzerpt, Plagiat, Archiv. Untersuchungen zu neuzeitlichen Schriftkultur. Halle (Saale) 2017.

Dies., Zur Einführung (zus. mit H. Zedelmaier). In: Exzerpt, Plagiat, Archiv. Untersuchungen zu neuzeitlichen Schriftkultur. Hg. von E. Décultot und H. Zedelmaier. Halle (Saale) 2017, S. 7-15.

H. Zedelmaier, Heumanns Conspectus reipublicae literariae – Besonderheit, Kontext, Grenzen. In: Christoph August Heumann (1681-1764): Gelehrte Praxis zwischen christlichem Humanismus und Aufklärung. Hg. von M. Mulsow, K. Eskildsen und H. Zedelmaier. Stuttgart 2017, S. 71-89.

Ders., Zur Einführung: Warum Christoph August Heumann? (zus. mit M. Mulsow). In: Christoph August Heumann (1681-1764): Gelehrte Praxis zwischen christlichem Humanismus und Aufklärung. Hg. von M. Mulsow, K. Eskildsen und H. Zedelmaier. Stuttgart 2017, S. IX-XIV.

Ders., Bibliothek und Archiv (zus. mit M. Friedrich). In: Handbuch Wissenschaftsgeschichte. Hg. von M. Sommer, S. Müller-Wille und C. Reinhardt, Stuttgart 2017, S. 265-275.

Ders., Die mathematisch-naturkundliche Sammlung des Benediktinerreichsstiftes Irsee im 18. Jahrhundert – Annäherungen und Kontexte. In: Katholische Aufklärung im Benediktinerreichsstift Irsee. Hg. von M. Herzog und A. Schmid. Konstanz und München 2017, S. 287-303.

M. Rottmann, Subtile Lektüren. Nietzsches Weg mit Winckelmann. In: Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar 2017, Thema: Die Erfindung des Klassischen. Winckelmann-Lektüren in Weimar. Hg. von F. Bomski, H. Th. Seemann und Th. Valk. Göttingen 2017, S. 269-294.

Ders., Kein Leser Winckelmanns und doch Experte. Über Nietzsches Lektüren, den Sinn ihrer Erforschung und Mazzino Montinari. In: Nietzscheforschung. Jahrbuch der Nietzsche-Gesellschaft 24 (2017), Thema: »An Winckelmann anzuknüpfen«? Winckelmanns Antike, Nietzsches Klassizismuskritik und ihre Blicke in die Zukunft. Hg. von R. Reschke. Berlin und Boston 2017, S. 35-57.

2016

E. Décultot, The Art of Excerpting in the Eighteenth Century Literature: Subversion and Continuity of an Old Scholarly Practice. In: Forgetting Machines: Knowledge Management Evolution in Early Modern Europe. Hg. von A. Cevolini. Leiden und Boston 2016, S. 105-127.

Dies., Lesen versus sehen? Winckelmanns Umgang mit den gegenständlichen und schriftlichen Quellen zur antiken Kunst. In: Literatur und praktische Vernunft. Festschrift für Friedrich Vollhardt zum 60. Geburtstag. Hg. von F. von Ammon, C. Rémi und G. Stiening. Berlin und Boston 2016, S. 317-334.

H. Zedelmaier, Suchen und Finden vor Google: Zur Metadatenproduktion im 16. Jahrhundert. In: For the Sake of Learning. Essays in Honor of Anthony Grafton. Hg. von A. Blair und A.-S. Going. Leiden und Boston 2016, S. 423-440.

Ders., Christoph Just Udenius and the German ars excerpendi around 1700: On the Flourishing and Disappearance of a Pedagogical Genre. In: Forgetting Machines. Knowledge Management Evolution in Early Modern Europe. Hg. von A. Cevolini. Leiden und Boston 2016, S. 79-104.

Ders., Neue Erfahrungen / Alte Texte. Anmerkungen zum frühneuzeitlichen Diskurs über die «Neue Welt». In: Neue Diskurse der Gelehrtenkultur in der Frühen Neuzeit. Ein Handbuch. Hg. von H. Jaumann und G. Stiening. Berlin und New York 2016, S. 439-456.

Ders., Bücher lesen über das Suchsystem Index. In: Textkünste. Buchrevolutionen um 1500 (Ausstellungskatalog). Hg. von U. J. Schneider. Darmstadt 2016, S. 180-183 (franz. Übers.: Lire des livres à travers un système de recherche: l’index. In: Les arts du texte. La révolution du livre vers 1500. Lyon 2016, S. 180-183).

Ders., Viel zu viele Bücher. Bibliotheken im Spiegel des Nachdenkens über Glaubenssicherung und Wissensbewahrung im 16. Jahrhundert. In: Wissensspeicher der Reformation. Die Marienbibliothek und die Bibliothek des Waisenhauses in Halle (Kataloge der Franckeschen Stiftungen 34). Hg. von D. Zerbe. Halle 2016, S. 19-33.

Ders., (Rez.) T.  Bulang, Enzyklopädische Dichtungen. Fallstudien zu Wissen und Literatur in Spätmittelalter und früher Neuzeit. Berlin 2011 In: Arbitrium 34, 1 (2016), S. 36–38.

Ders., Rez. M. Mulsow und F. Rexroth (Hg.), Was als wissenschaftlich gelten darf. Praktiken der Grenzziehung in Gelehrtenmilieus der Vormoderne. Frankfurt a.M. und New York 2014 In: Zeitschrift für Historische Forschung 43 (2016), S. 328f.

Ders., (Rez.) K. Lohsträter und F. Schock (Hg.), Die gesammelte Welt. Studien zu Zedlers Universal-Lexicon. Wiesbaden 2013 In: Zeitschrift für Historische Forschung 43 (2016), S. 437f.

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Vorträge

2018

22. Feb. 2018: H. Zedelmaier, Universitätsgeschichte als biographisches Unternehmen. Beitrag zur Tagung «Universitätsgeschichte als Projekt und Programm: Kategorien und Perspektiven». Veranstalter: Prof. Dr. H.-M. Körner. Institution: Universitätsarchiv LMU München. Ort: Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaften München.

9. Jan. 2018: E. Décultot, Der Schriftsteller als Kopist. Die Kunst des Exzerpierens in der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts. Beitrag zur Vortragsreihe «Die Materialität von Schriftlichkeit». Veranstalter: Rainer Falk und Christian Mathieu. Ort: Staatsbibliothek zu Berlin.

2017

14. Dez. 2017: H. Zedelmaier, Provenienz braucht Referenz, aus der Erfahrung in der Marienbibliothek in Halle (Saale). Beitrag zur Tagung «Der komplexe Faden der Herkunft: Provenienz». Veranstalter: Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel. Ort: Wissenschaftskolleg zu Berlin.

8. Aug. 2017: H. Zedelmaier, De arte excerpendi: Überlegungen zur Tätigkeit und Geschichte des Exzerpierens. Vortrag. Veranstalter: Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek. Ort: Hannover.

28. Juni 2017: M. Rottmann, Von Eselsohren zu Hornochsen. Friedrich Nietzsche als Leser. Beitrag zur Veranstaltung «Feierliche Eröffnung der Forschungsstelle Naumburg des DFG-Projektes Nietzsches Bibliothek». Veranstalter: Philosophisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ort : Nietzsche-Dokumentationszentrum Naumburg.

2016

17. Nov. 2016: H. Zedelmaier, Gelehrter Fleiß. Anmerkungen zu einem deutsch-französischen Klischee. Beitrag zur Tagung «Transferts, circulations et réseaux savants franco-allemands au XVIIIe siècle / Deutsch-französische Wissenstransfers, Zirkulationen und Netzwerke im 18. Jahrhundert», 16. –18. Nov. 2016. Veranstalter: Prof. Dr. Claire Gantet. Institution: Université de Fribourg, Faculté des Lettres. Ort : Fribourg/Schweiz).

8. Nov. 2016: E. Décultot, Einführung in die Sektion «Lesen, Exzerpieren, Zitieren: Herstellung von Zusammenhang» der Tagung «Autorschaft und Bibliothek». Veranstalter: Caroline Jessen, PD Dr. Stefan Höppner. Institution: Forschungsverbund Marbach-Weimar-Wolfenbüttel. Ort: Weimar, Goethe Nationalmuseum.

31. Okt. 2016: H. Zedelmaier, Bibliotheken in Bewegung. Festvortrag zur Eröffnung der Ausstellung «Wissensspeicher der Reformation. Die Marienbibliothek und die Bibliothek des Waisenhauses in Halle». Veranstalter: Franckesche Stiftungen. Ort: Halle (Saale).

12. Sept. 2016: E. Décultot, Lesen, Kopieren, Schreiben. Lese- und Exzerpierkunst in der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts. Beitrag zum Workshop «Leseszenen», 12.–14. Sept. 2016. Veranstalter: Prof. Dr. Davide Giuriato, Prof. Dr. Alfred Messerli, Prof. Dr. Klaus Müller-Wille, Prof. Dr. Sandro Zanetti. Institution: Romanisches Seminar, Universität Zürich. Ort: Zürich.

12. Sept. 2016: H. Zedelmaier, Christoph Just Udenius und die deutsche ‚ars excerpendi‘ um 1700. Vom Blühen und Verschwinden einer pädagogischen Textsorte. Beitrag zum Workshop «Leseszenen», 12.–14. Sept. 2016. Veranstalter: Prof. Dr. Davide Giuriato, Prof. Dr. Alfred Messerli, Prof. Dr. Klaus Müller-Wille, Prof. Dr. Sandro Zanetti. Institution: Romanisches Seminar, Universität Zürich. Ort: Zürich.

1.Juni 2016: E. Décultot, Handgeschriebene Bibliotheken als Wissensspeicher. Vom Umgang mit Exzerpten im 18. Jahrhundert. Vortrag. Veranstalter: Prof. Dr. Siegrid Westphal, Prof. Dr. Wolfgang Adam. Institution: Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Universität Osnabrück. Ort: Osnabrück.

26. Mai 2016: E. Décultot: Handgeschriebene Bibliotheken. Exzerpt und Buchaneignung im 18. Jahrhundert. Vortrag. Veranstalter: Dr. Wolfram Horstmann, Prof. Dr. Gerhardt Lauer. Institution: Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Ort: Göttingen.

18. Feb. 2016: H. Zedelmaier, Die Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Universität Ingolstadt. Beitrag zur Tagung «Die Wissenschaftlichen Sammlungen der Ludwig-Maximilians-Universität München», 17.–19. Feb. 2016. Veranstalter: Prof. Dr. H.-M. Körner. Institution: Universitätsarchiv LMU München. Ort: LMU München.

20. Jan. 2016: H. Zedelmaier, Bücher über Bücher. Zur Informationsverarbeitung im 16. Jahrhundert. Vortrag. Veranstalter: Prof. Dr. Siegrid Westphal, Prof. Dr. Wolfgang Adam. . Institution: Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Universität Osnabrück. Ort: Osnabrück.

2015

9. Nov. 2015: E. Décultot, Über das Besitzen von Büchern. Exzerpt und Buchaneignung im 18. Jahrhundert. Beitrag zum Workshop «Spur und Kontext. Sachkulturen in Bibliotheken von Schriftstellern und Gelehrten». Veranstalter: Dietrich Hakelberg, HAB Wolfenbüttel, Susanna Brogi, Deutsches Literaturarchiv Marbach, Projekt «Autorenbibliotheken. Materialität – Wissensordnung – Performanz». Institution: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Ort: Wolfenbüttel.

4. Nov. 2015: E. Décultot, Lese- und Exzerpierkunst in der europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts. Beitrag zur Vortragsreihe «Leipziger Literaturwissenschaftliches Colloquium (LLC)». Veranstalter: Dr. Dieter Burdorf, Dr. Leonhard Herrmann, Prof. Dr. Dirk Werle. Institution: Universität Leipzig, Institut für Germanistik. Ort: Leipzig.

6. Juli 2015: E. Décultot, Der Plagiatbegriff zwischen Früher Neuzeit und Moderne. Beitrag zur Podiumsdiskussion «Originalität, Priorität und Reputation. Leibniz und Newton». Veranstalter: Prof. Dr. Christoph Markschies, Dr. Christiane Lahusen. Institution: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Ort: Berlin.

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Veranstaltungen

2017

Vortrag
Prof. Dr. Anthony Grafton, Princeton – The Polyhistor in the Atlantic World: How Humanistic reading practices came to the American Colonies (20. Juni 2017).
Zur Video-Aufzeichnung des Vortrags geht es hier.

2016/17

Vortragsreihe
Exzerpt, Zitat, Plagiat: Das prekäre Verhältnis von Originalität und Nachahmung
Organisiert von Prof. Dr. Elisabeth Décultot und apl. Prof. Dr. Helmut Zedelmaier, in Zusammenarbeit mit dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA), dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung (IZP) sowie dem Landesforschungsschwerpunkt „Aufklärung – Religion – Wissen“ (ARW).

Alberto Cevolini (Univ. Modena) – Lob und Tadel der Räuberei. Exzerpieren, Plagiieren und Zitieren in der frühneuzeitlichen Schriftkultur (24.10.2016)

Panja Mücke (Hochschule für Musik und Darstellende Künste Mannheim) – Plagiate?! Von Spinnen, Bienen und Händel (14.11.2016)

Paul Peucker (Archivist of the Moravian Church in America, Northern Province, Editor, Journal of Moravian History) – In Staub und Asche: Archivierung und Kassation in Herrnhuter Archiven im 18. Jahrhundert (5.12.2016)

Nicola Kaminski (Universität Bochum) – „Halsstarrigkeit der Tugend“? Wie Lessing in einem Brief an Nicolai vom November 1756 Gottsched ‚zitiert‘ und einen epochalen Neuanfang inszeniert (12.12.2016)

Markus Friedrich (Universität Hamburg) – Familienpapiere, Familien aus Papier. Frühneuzeitliche Genealogie zwischen Wissenschaft, sozialer Praxis und paper technologies (23.1.2017)

Markus Krajewski (Universität Basel)– Rekursive Schreibakte. Robert Walser als Angestellter seiner selbst (30.1.2017)

2015

Workshop
Hidden Hands. Methods of Collaboration in Early Modern Europe (9. Juni 2015)
Abendvortrag von Prof. Dr. Ann Blair (Harvard University) mit anschließenden Kurzvorträgen von:

Prof. Dr. Martin Mulsow (Erfurt/Gotha) – Für eine Geschichte der Hiwis. Studenten als Schreiber und Redakteure um 1700

Prof. Dr. Ralph Häfner (Freiburg) – Die Bibliothek als Ort der Muße: Johann Albert Fabricius, der Bibliothekar Johann Friedrich Mayers

Prof. Dr. Helmut Zedelmaier (München) – Fürstenbibliotheken als Werkstätten des Wissens im 16. und 17. Jahrhundert.

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Projektleiter: Prof Dr. Elisabeth Décultot
Projektbearbeiter: Prof. Dr. Helmut Zedelmaier
Laufzeit des Projekts: 01.11.2015 – 31.01.2020

Ansprechpartner: Prof. Dr. Helmut Zedelmaier
E-Mail: helmut.zedelmaier@izea.uni-halle.de
Telefon: +49 (0) 345 5521778